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Around the World in 14 Films
Friedensnobelpreis 2011
6. Eine-Welt-Filmpreis NRW
Cinema Fairbindet


Around the World in 14 Films
Das Berliner Independent Filmfestival im Babylon 26.11–03.12.11

Auch in diesem Jahr bringt das Filmfestival AROUND THE WORLD IN 14 FILMS unabhängiges Kino aus aller Welt ins Berliner Kino Babylon. Paten aus der deutschen Film- und Kulturszene präsentieren Werke internationaler FilmemacherInnen. Das Institut für Auslandsbeziehungen kürt den herausragenden Festivalbeitrag zum Thema interkultureller Dialog mit dem IFA Intercultural Film Award, der am 03.12.11 vergeben wird.
Nähere Informationen: www.berlinbabylon14.net

 

Friedensnobelpreis 2011
Filme über die liberianischen Preisträgerinnen

Anlässlich der Verleihung des Friedensnobelpreises an die beiden Liberianerinnen Ellen Johnson-Sirleaf und Leymah Gbowee sowie die Jemenitin Tawakkul Karman möchten wir Sie auf zwei Filme hinweisen, die sich mit der Arbeit der beiden außergewöhnlichen Frauen aus Liberia befassen. 
In ihrem Film Die Chefin (2008, 52 min.), der im Rahmen der Reihe "Why Democracy? - Demokratie für alle?" entstanden ist, verfolgen Daniel Junge und Siatta Johnson Scott die ersten 51 Wochen der Amtszeit von Elle Johnson-Sirleaf als erste demokratisch gewählte Präsidentin eines afrikanischen Landes.

Gini Reticker erzählt in ihrem Film Zur Hölle mit dem Teufel- Frauen für ein freies Liberia (Originaltitel: Pray the Devil back to Hell. USA 2008, 60 min) vom mutigen Widerstand liberianischer Frauen - unter ihnen auch Leymah Gbowee - gegen den Diktator Charles Taylor, der im Jahr 2003 maßgeblich zum Sturz der Diktatur und zur Wahl Ellen Johnson-Sirleafs zur Präsidentin des Landes beitrug. Dabei hatte der Zusammenschluss christlicher und muslimischer Frauen, ihre gemeinsamen Aktionen und ihre Ausdauer entscheidenden Anteil am Erfolg der jahrelangen Friedensdemonstrationen.
Weitere Informationen in der Datenbank.

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6. Eine-Welt-Filmpreis NRW
Die ausgezeichneten und empfohlenen Filme

Zum 6. Mal wurde im Rahmen des Fernsehworkshop Entwicklungspolitik der Eine-Welt-Filmpreis NRW verliehen. Die Staatskanzlei NRW/Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien, die diesen Preis 2011 stiftet, würdigt damit die Arbeit von Autorinnen und Autoren, deren Filme für Probleme in Ländern des Südens sensibilisieren, die aber auch Ansätze zur Veränderung aufzeigen und einen Perspektivwechsel ermöglichen. Der Preis ist mit 5.000 €, 3.000 € und 1.500 € dotiert.

1. Preis: Shosholoza Express von Beatrice Möller
Die Filmemacherin Beatrice Möller verknüpft eine Reihe von Interviews zu einem Reigen von Momentaufnahmen von hoher Dichte. Da sie einen Teil ihrer Kindheit in Südafrika verbracht hat, gelingt es ihr, eine besondere Nähe zu ihren Protagonisten herzustellen. In Aufnahmen von überzeugender Authentizität werden Biographien mit der Geschichte von Südafrika verwoben. Soziale Probleme und Ängste um die Zukunft des Landes erhalten ein Gesicht. Exemplarisch wird so die Komplexität und Widersprüchlichkeit von sozialer, kultureller und politischer Entwicklung nach Überwindung des Apartheid-Systems sichtbar. Landschaftsaufnahmen und kuriose bis herzliche Begegnungen zwischen Weißen und Schwarzen schaffen einen abwechslungsvollen Rhythmus, in dem der Alltag der Annäherung für den Zuschauer nachvollziehbar wird.

1. Preis: Dirty Paradise von Daniel Schweizer
Was die Bedrohung des Lebensraums bedeutet, schildert Daniel Schweizer in seinem poetischen Dokumentarfilm. Konkret, nachvollziehbar und sachlich beschreibt er, wie Umweltgifte beim illegalen Goldabbau im Regenwald entstehen. Sie bedrohen die Gesundheit vor allem der Kinder der Wajano-Indianer. Schweizer protokolliert aus der Perspektive der Wajanos die Machtlosigkeit gegenüber den Invasionen der Goldsucher, die Zerstörung der Umwelt sowie das unzureichende Engagement für die Rechte der Indianer von Seiten der europäischen Politik. Seine poetische Dimension erhält der Film durch immer wieder einmontierte Szenen spielender Wajano-Kinder und die Erinnerung der älteren Indianer an ihren ursprünglichen, reinen Lebensraum, in dem sie in früheren Zeiten gelebt haben. Aus diesen Bildern einer idealen Welt sprechen unsere Sehnsucht nach der Schönheit des Regenwaldes und unsere Achtung vor den Indianern, die in der heutigen Realpolitik leider wenig Gewicht hat. Die bewegende Kraft des Dokumentarfilms resultiert aus diesem Kontrast zwischen der Darstellung der Bedrohung und gleichzeitiger Hommage an ein untergehendes Paradies.

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3. Preis: Das Dschungelradio von Susanne Jäger
Susanne Jäger betrachtet den Lebensalltag im Dschungel von Nicaragua und gibt Einblicke in die Kultur des dort herrschenden Machismos. Ausführlich äußern sich Frauen, wie sie die weit verbreitete Unterdrückung und Gewalt erleben. Musikeinlagen und Interviews mit Männern vertiefen das Thema. Im Mittelpunkt steht die mutige und unermüdliche Yamileth Chavarria, die ein Bürgerradio von und für Frauen betreibt. Das familiäre und dörfliche Leben im Sendegebiet des Radios wird gekonnt verbunden mit der Beschreibung dieses Bürgerfunks. Der Zuschauer erlebt, wie Chavarria sich für die Frauenrechte und für Bildung und Gesundheitsprojekte engagiert. Susanne Jäger rückt die aktive Rolle der ProtagonistInnen und ihre Fähigkeit zur Selbsthilfe und Gestaltung ihrer Zukunft in den Vordergrund. Dank dieser Bilder entsteht ein tieferes Verständnis für die Probleme von Entwicklung.

Die Jury hatte beim Fernsehworkshop Entwicklungspolitik außerdem die Aufgabe, Filme für die Bildungsarbeit zu empfehlen. 

Der Netzwerker von Shaheen Dill-Riaz
La Isla - Archive einer Tragödie von Uli Stelzner
Made in China von Sarah Chu und Mumtaaz-Mahomed Peerbhay
Hunger von Marcus Vetter und Karin Steinberger
Blood in the Mobile von Frank Piasecki Poulsen

Weitere Informationen: www.fernsehworkshop.de

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Cinema fairbindet
BMZ-Filmpreis im Rahmen der Berlinale und Kinotournee des Preisträgers

Am 20.02.2011 hat Bundesminister Dirk Niebel zum ersten Mal den entwicklungspolitischen Filmpreis "Cinema fairbindet" in Kooperation mit der Berlinale vergeben. Preisträger ist der iranische Regisseur Mohammad Ali Talebi für seinen Film Bad o meh – Wind und Nebel. Der Film erzählt die Geschichte von Sahand, dessen Vater Arbeit auf einem Ölfeld gefunden hat und deshalb aus dem fruchtbaren Norden in eine heiße, trockene Stadt im Süden Irans ziehen muss. Als der Irakkrieg ausbricht und seine Mutter getötet wird, bringt ihn der Vater zurück in den Norden, wo sich seine Schwester liebevoll um ihn kümmert. Doch nur langsam beginnt er, das Trauma des Krieges zu verarbeiten. Der Autor Mohammad Ali Talebi stellt seinen Film in verschiedenen Kinos vor. Nähere Informationen unter:
http://www.arsenal-berlin.de/de/distribution/news/
einzelansicht/article/3023/2808.html

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