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Internationales
Jahr der Kartoffel
internationales jahr der kartoffel Die Vereinten
Nationen haben 2008 zum Internationalen Jahr der Kartoffel erklärt.
Anlass auf den Film "Die Multiknolle - Karriere einer
Ackerfrucht" von Jörg Altekruse hinzuweisen. Der Film
beschreibt den Weg der Kartoffel von einer giftigen Wildpflanze des
bolivianischen Urwalds bis zu einem der wichtigsten Grundnahrungsmittel
der Welt. Nähere Informationen finden sie in der Datenbank.
digitale handarbeit Der
Film „Digitale Handarbeit –
Chinas Weltmarktfabrik für Computer“, den die NGO WEED produziert
hat, beleuchtet die Schattenseiten einer globalisierten Computerproduktion,
die wenig mit dem ‚sauberen’ Image der Branche gemein haben.
Millionen von Wanderarbeiterinnen schuften in den Fabriken der
Sonderwirtschaftszonen für die Computerkonzerne. 12–14 Stunden Arbeit
am Tag, 6–7 Tage die Woche sind keine Seltenheit – und das bei einem
nicht einmal Existenz sichernden Lohn. Der 28 Film erklärt Zusammenhänge
und zeigt Perspektiven auf. Zu Wort kommen ArbeitsrechtsaktivistInnen
und ArbeiterInnen.
Erinnerungsbücher
sind kleine, bunt und ganz individuell gestaltete Hefte, in denen Mütter,
die HIV-positiv sind, Ihre Erinnerungen an die eigene Kindheit, an
Eltern und Großeltern und eben auch Wünsche für ihre Kinder
aufschreiben – für die Zeit bestimmt, in der sie ohne Mütter werden
aufwachsen müssen. Weitere Informationen zum Film unter www.memorybooks-film.de fokus
china Fokus China präsentiert
eine Filmauswahl, die von Filmen der renommierten Regisseurin Ning Ying
bis zu den jungen Undergroundfilmerinnen reicht und die sowohl Spiel-
wie Dokumentarfilme der letzten 10 Jahre berücksichtigt. Neben
Filmgesprächen mit den anwesenden Regisseurinnen, sind Vorträge und
Diskussionen zum Filmschaffen chinesischer Filmemacherinnen geplant.
Hierzu werden Filmwissenschaftlerinnen u.a. der Film Academy Beijing
eingeladen. Weitere Informationen: www.frauenfilmfestival.eu
well played Mit "Well Played", den 3. arabisch-iranischen Filmtagen, eröffnet die Heinrich-Böll-Stiftung einen Blick auf die Lebenswirklichkeiten in der arabischen Welt und dem Iran und rückt die Träume und Sehnsüchte der jungen Generation in den Mittelpunkt. Thematisiert wird die innere Zerrissenheit vieler Jugendlicher, aber auch ihre Kreativität im Umgang mit den oft starren traditionellen Regeln in ihrer Heimat. Das Festival präsentiert 23 Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme, darunter den iranische Musikfilm "Sounds of Silence" am 31. März. Der Film porträtiert die Teheraner Underground-Musikszene, die sich trotz Zensur ein Stück Populärkultur erkämpft. Erwartet werden auch zahlreiche andere Filmemacher u. a. aus dem Iran, Ägypten, Israel und dem Libanon. Details zu den Filmen und den Regisseuren unter www.boell.de/filmtage
mehrblick
– filmtage zur biologischen vielfalt Am
21. Februar 2008 starten die mehrblick – Filmtage mit der
Deutschlandpremiere des französischen Dokumentarfilms "Micropolis"
in Bonn, anschließend wird die Filmreihe bundesweit in knapp
50 Kinos zu sehen sein. wasser Im Zentrum der Ausstellung für Kinder
steht das Element Wasser und was das Fernsehen zu diesem komplexen Thema
beizutragen hat. Wasser zählt unbestritten zu den wichtigsten Themen
des 21. Jahrhunderts. Welche Inhalte vermitteln die vielen, um die
Jahrtausendwende entstandenen Wissenssendungen für Kinder, wie WISSEN
MACHT AH!, WILLI WILL'S WISSEN oder MARVI HÄMMER? Was ist für Kinder
so spannend in der Welt des Wissens? Dabei geht es nicht nur um solche
drängenden Fragen wie „Wem gehört das Wasser?" oder „Wer hat
Zugang zum Wasser?", sondern es geht auch um die faszinierenden
Bilder, die das Fernsehen vom Wasser hervorgebracht hat. Weitere
Informationen: www.deutsche-kinemathek.de
In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? – dies ist die Frage, die eine demokratische Welt im Innersten zusammenhält. Wer Zukunft mitgestalten möchte, sollte sich mit herrschenden Utopien, Träumen und Weltentwürfen auseinandersetzen. Denn Utopien fordern Veränderung und sind immer als kritischer Gegenentwurf zur bestehenden Welt zu verstehen. dieGesellschafter.de, eine Initiative der Aktion Mensch, plädiert für ein gemeinsames Nachdenken über eine lebenswerte, gerechte und menschenwürdige Zukunft für alle – und ist damit in gewisser Weise selbst ein utopisches Projekt. Die Filmfestivals der Gesellschafter-Initiative geben die Möglichkeit, die Welt aus ungewöhnlichen Perspektiven neu zu sehen und zu diskutieren. Das aktuelle Festival ueber morgen knüpft dabei an das letzte Festival ueber arbeiten – Arbeit, Wirtschaft, Globalisierung an. Beide werden getragen von über 30 bundesweiten und mehr als 1.000 regionalen Verbänden und Organisationen der Zivilgesellschaft. ueber morgen ist von November 2007 bis Sommer 2008 in hundert deutschen Städten zu Gast. 13 Filme präsentieren ein vielschichtiges Panorama von vergangenen und gegenwärtigen Utopien und Weltentwürfen. Sie zeigen Bedingungen, unter denen sich Veränderungen vollziehen, und lassen Menschen zu Wort kommen, die über ihre Motive, ihre Ziele, ihre Erfolge und auch ihr Scheitern erzählen. Nach jeder Filmvorführung gibt es Gesprächsangebote mit Experten zu den Themen der jeweiligen Dokumentation – hierfür werden noch engagierte Initiativen, Gruppen oder Organisationen gesucht, die zusammen mit den filmbegleitenden Organisationen in ihrer Stadt oder Kommune Diskussionen mit Gästen veranstalten. Unter www.diegesellschafter.de gibt es Informationen zu den Filmen und den beteiligten Kinos. africa alive
Ab dem 14. November werden in Kassel, Berlin und Hamburg Filme von und über Frauen in Afghanistan, die einen anderen Blick auf die Lage von Frauen richten will. Neben aktuellen Dokumentarfilmproduktionen, abendfüllenden Spielfilmen und kurzen Aufklärungsspielfilmen werden erstmals historische Filme aus dem Archiv von Afghan Film in Deutschland zu sehen sein. Dem immer wieder instrumentalisierten Thema "Frauen und Afghanistan" stellt das Festival lokale Initiativen von FilmemacherInnen, Schauspielerinnen und Frauenorganisationen gegenüber, deren politische Arbeit teilweise weit vor die Taliban-Zeit zurückreicht und auch aus dem Exil geführt wurde. Diese Perspektiven werden mit internationalen Kooperationen und Filmen aus den Nachbarländern Iran und Indien über vergleichbare politische Anliegen zusammengeführt. Weitere Informationen zum Programm und den Terminen in den einzelnen Städten unter www.mazefilm.de one
world berlin Über 35 internationale Film- und Videoprogramme zeigen Menschenrechtsverletzungen auf und präsentieren Beispiele, wie sich Einzelne für Menschenrechte einsetzen. Themenschwerpunkten in diesem Jahr sind: Chancengleichheit für Integration von Menschen mit Behinderung, Menschenrechte und Globalisierung in Lateinamerika, Der "Krieg gegen Terror" und die Grundrechte, Menschenrechte in Medienkunst und medialen Experimenten. Weitere Informationen unter www.oneworld-berlin.de
Am 9. Juni starb Ousmane Sembène, der Altmeister des afrikanischen Kinos, im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in Yoff, Dakar. Mit "Borom Sarret" schuf er 1963 den ersten unabhängigen afrikanischen Film. Mit ihm verliert das afrikanische Filmschaffen einen seiner wichtigsten Repräsentanten. "Moolaadé – Bann der Hoffnung" ist sein letzte Film, in dem es ihm darum ging, die guten Seiten der Tradition für die Menschen nutzbar zu machen. Sembène arbeitete an einem Drehbuch für einen neuen Spielfilm. Er hat sich mit großem Elan für die afrikanische Kultur eingesetzt und in seinen Filmen immer wieder die Missstände der eigenen Gesellschaft aufgegriffen. Näheres zu den Filmen Ousmane Sembènes finden Sie in der Datenbank. |