|
zum
thema: fair gekleidet Wo
kommen eigentlich die vielen bunten T-Shirts her? Dieser Inge Altemeier und
Reinhard Hornung haben verschiedene Filme zu diesem Thema gedreht, in
denen auch an die Verantwortung der VerbraucherInnen in Deutschland und
Europa appelliert wird, wenn es um Kleidung geht. In ihren Filmen ist
fairer Handel eng verknüpft mit Umweltstandards, die nicht nur die
Gesundheit der Arbeiter in Ländern des Südens schützen sollen,
sondern auch die der westlichen Verbraucher, denn Das
Gift kommt zurück – so der Titel eines ihrer Filme:In den
Containern, die zum Beispiel Produkte aus China nach Hamburg bringen.
Auch der 2010 entstandene Film Schick aber schädlich
befasst sich mit diesem Thema. Die Dokumentation folgt den Spuren der
Schadstoffe, die sich immer wieder in unseren Schuhen und Kleidern
finden. Von Kopf bis Fuß sind wir von giftigen Substanzen umgeben. Die
Ursachen liegen im globalen Handel und einer Modewelt, die sich jeder
staatlichen Kontrolle entzieht (nähere Informationen zu diesen Filmen
unter www.globalfilm.de) Das Medienpaket King
Cotton oder Baumwolle als Schicksal stellt die vielfältigen
landwirtschaftlichen, ökonomischen, historischen, politischen,
kulturellen und ökologischen Aspekte der Schon 1979 stellt
Peter Heller in seinem Film Mbogos Ernte oder
die Teilung der Welt einen tansanischen Bauern vor, der mit
seiner Baumwollproduktion vom Weltmarkt abhängig ist und beleuchtet
damit Funktionsweisen der Weltwirtschaft, die sich drei Jahrzehnte später
nur noch verschärft haben. Im Jahr 2002 kehrt er zurück und erzählt
in seinem Film Saubere Ernte - Mavuno Safi vom
Schicksal zweier Dörfer in Ostafrika. Die Menschen dort leben seit
Generationen von der Baumwolle, dem wichtigsten Rohstoff unserer
Bekleidungsindustrie. Ein Dorf baute auf die Industrialisierung der
Landwirtschaft mit viel Technik und teuer importierter Chemie – und
stirbt heute in der Schuldenfalle. Das zweite Baumwolldorf versuchte es
dagegen mit dem biologischen Anbau von Baumwolle und erntet schon nach
wenigen Jahren beschiedenen Wohlstand und blickt mit viel Zuversicht in
die Zukunft. Weil in den letzten Jahren Baumwollbekleidung ins Gerede
kam, da kaum eine andere Pflanze schon auf dem Feld mit so viel Chemie
besprüht wurde, wuchs die Nachfrage nach biologisch angebauter
Baumwolle. Die Suche nach Alternativen zu den hochgiftigen Anbau- und
Verarbeitungsprozesse eröffnete so auch den Bauern in Tansania wieder Märkte,
Hoffnungen und einen bescheidenen Aufschwung, indem sie Biobaumwolle
nach produzieren und dabei organischen Anbaumethoden folgen. Der Film
will aber auch zeigen, dass verändertes Verbraucherverhalten in einer
Welt voll globaler ökonomischer Verstrickungen Wirkung hat und in einem
Dorf im fernen Tansania zur Existenzsicherung beitragen kann. Dieser Film, sowie der
Film Cottonmoney & die Globale Jeans
(75 min.), in dem die
Interessen der deutsche Textilindustrie und ein ostafrikanisches
Baumwolldorf gegenüber gestellt werden, sind Teil des Medienpakets
King Cotton. Wenn eine nähere Beschäftigung mit genverändertem Saatgut, dem die Baumwolle in besonderer Weise ausgesetzt ist, gewünscht wird, so bietet der Film Monsanto - mit Gift und Genen der französischen Journalistin Marie-Monique Robin aus dem Jahr 2007 gut recherchiertes Hintergrundwissen. Ausführliche Informationen zu den hier genannten Filmen, sowie eine Auswahl verwandter Themen finden Sie in der Datenbank. |